Die Steel Harmonites Basel waren 1978 bei ihrer Gründung
eine der allerersten Karibik-Formationen der Schweiz. Im
November 1978 begannen acht «Verrückte» unter dem
Namen «Basler Steelband-Schule», sich mit den bis dahin
bei uns ziemlich unbekannten Instrumenten vertraut zu
machen. Instruiert wurden sie vom eingewanderten
Kariben Mike Cazaubon. Unter seiner Leitung hat sich das
Orchester schon früh einen bedeutenden Namen weit über
die Landesgrenzen hinaus geschaffen.
Steelbandmusik, eine Volkskunst aus der Karibik, ist in der
heutigen Form um 1940 entstanden. Dabei werden die
verschiedenen Tonfelder auf speziell gehämmerten Benzin-
fässern (Pan) mit Gummi umwickelten Bambusschlegeln
angeschlagen. Die so erzeugten Melodien faszinieren die
Zuhörer sofort durch ihren unverkennbaren Klang und eine
unerhörte rhythmische Vielfalt.
Das erste Müsterli des neuen Hobbys lieferte die Gruppe
am 6. Januar 1979, als sie ihre Familien und Freunde ins
Übungslokal in Allschwil einluden. Der erste öffentliche
Auftritt erfolgte am 6. April 1979 im Stadt-Casino Basel.
Inzwischen dürften es weit über 500 Anlässe sein, an denen
die Steel Harmonites engagiert waren. Die auffallendsten
darunter sind die Teilnahme an einem Perkussions-Symposium
im Centre Pompidou in Paris (1984) und eine Konzertreise
nach Washington, auf Einladung der US Air Force Band, im
Sommer 1986. Aber auch die Mitwirkung an der Vorfasnachts-
veranstaltung «Mimösli» 1994, wo in 34 Vorstellungen
karibische Klänge mit Basler Fasnachtsmusik speziell arrangiert,
einem begeisterten Publikum vorgeführt wurden.
Auch auf eine ganze Anzahl von Tonträgern kann die Band
stolz sein. Es sind dies eine Singel, zwei Langspielplatten, zwei
Musikkasetten und eine CD: Beautiful Barbados, Happy
Caribbean Party 1+2, Motorexband, Weekendworks und Steel
Harmonites.
Heute sind die Steel Harmonites die älteste Formation der
Schweiz. Natürlich hat es im Laufe des langjährigen Bestehens
Personalwechsel gegeben und so ist die aktuelle Besetzung
etwas kleiner als auch schon. Erfreulicherweise konnten wir
einige junge Nachwuchskräfte (teilweise aus Eigenproduktion)
gewinnen, die wir nun nachziehen und schrittweise integrieren.